
Die Region Ostwestfalen-Lippe und das Ruhrgebiet sind Nachbarn. Die Initiative Brückenschläge soll Impulse geben, neue Angebote in der Gesundheitsversorgung gemeinsam von Partnern aus beiden Regionen zu entwickeln und um die Spitzenleistungen in Vorsorge, Früherkennung, Behandlung und Rehabilitation aus den Regionen bekannt zu machen.
Ziel ist der Auf- und Ausbau neuer, nachhaltiger Kooperationsstrukturen zwischen den Heilbädern in OWL und dem Rhein-Ruhr-Raum.
In diesem Zusammenhang haben die Stadt Herten und die Stadt Bad Salzuflen eine Kooperation zum Thema „Frauengesundheit“ geschlossen.
Ziel ist es hier, die Kompetenzen, die das Internationale Zentrum für FrauenGesundheit (IZFG) und das Staatsbad zum Thema „Frauengesundheit“ erworben haben, für die Stadt Herten, konkret für Multiplikatorinnen aus Medizin, Bildung, Politik, Gesellschaft und den sozialen Diensten nutzbar zu machen. Die Stadt Herten möchte sich in den Bereichen Prävention, gesunde Lebensführung und Frauengesundheit kommunal und regional profilieren.
Ein Modellprojekt unter Mitfinanzierung der Krankenkassen, in dem Hertener Frauen ein einwöchiges frauenspezifisches Gesundheitsangebot nutzen und im Anschluss daran in Herten vor Ort, das neu Erlernte in den dortigen Gesundheitseinrichtungen weiterhin umsetzen, wird vorbereitet.
Für das Jahr 2007 sind gemeinsame Veranstaltungen u. a. ein Frauengesundheitsforum in Herten geplant.
Abschließend lässt sich zusammenfassen, dass die Kooperation für die Akteure beider Städte Herten und Bad Salzuflen von Gewinn ist, was sich bereits im ersten Kooperationsjahr abzeichnet.
Das IZFG Bad Salzuflen war – gemeinsam mit dem Frauengesundheitszentrum
in Köln – einer der beiden Standorte der Koordinationsstelle Frauen
und Gesundheit des Landes NRW. Diese Koordinationsstelle wurde von 2000 bis
März 2006 vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des
Landes NRW gefördert.
Ziel der Koordinationsstelle war, den geschlechterdifferenzierten Ansatz in
der Betrachtungsweise von Gesundheit und Krankheit, Gesundheitsförderung
und Gesundheitsversorgung zu verankern und dieses geschlechtergerechter mitzugestalten.
Mit diesem Ziel bearbeitete die Koordinationsstelle die Themenfelder „Frauen
und Gesundheit“ und „Geschlechtsspezifische Aspekte von Gesundheit
und Krankheit“ und begleitet die Umsetzung von Gender Mainstreaming im
Gesundheitswesen.
Die Koordinationsstelle hatte die Geschäftsführung für das Netzwerk
Frauen und Gesundheit NRW inne. In diesem Netzwerk sind mittlerweile ca. 70
Landesverbände und Organisationen mit landesweiter Bedeutung engagiert.
Gemeinsames Anliegen und Ziel ist, die Gesundheit von Mädchen und Frauen
landesweit, regional und kommunal stärker zu verankern und konkretes Handeln
auszulösen.
Gemäß Ihrer Zielsetzung bot die Koordinationsstelle Fachberatung
für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Politik und Verwaltung an.
Sie beriet insbesondere Organisationen des Gesundheitssystems und Kommunale
Gesundheitskonferenzen bei der Planung und Durchführung von Projekten,
Veranstaltungen und Fortbildungen, die frauenspezifische Belange und die Umsetzung
von Gender Mainstreaming zum Ziel hatten.
Die Koordinationsstelle informierte über aktuelle Entwicklungen im Bereich
Frauen und Gesundheit, Gesundheit und Geschlecht sowie Gender Mainstreaming
durch die Herausgabe der Zeitschrift „informiert“.
Die Koordinationsstelle musste ihre Arbeit zum 31.März 2006 beenden, da
die Landesregierung ihre Förderung gestrichen hat. Besuchen Sie weiterhin
die Homepage der Koordinationsstelle
www.frauengesundheit-nrw.de ![]()
auf der eine umfangreiche Materialsammlung hinterlegt ist. Dort finden Sie
(unter Aktuelles) auch Informationen über Ansprechpartnerinnen und den Service
der Trägerorganisationen.